Sudafrikas Tourismusindustrie

Durch Sudafrikas landschaftliche Schonheit, fantastische Landschaften, sonniges Klima, Kulturvielfalt und den Ruf, etwas fur sein Geld zu bekommen, hat es sich zu einem der gefragtesten Urlaubs- und Geschaftsreiseziele der Welt entwickelt.

Das Land ist sehr vielfaltig, was Klima, Kultur, touristische Unternehmungen und Infrastruktur betrifft, also passend fur jeden touristischen Geschmack – vom Öko- bis zum Kulturtourismus hin zu Abenteuer, Sport und Palaotourismus.

Wachstum

Der internationale Tourismus nach Sudafrika ist seit dem Ende der Apartheid sprunghaft angestiegen. 1994, im Jahr der ersten demokratischen Wahlen in Sudafrika, bereisten nur 3,9 Mio. auslandische Besucher das Land.

Bis 2004 hatte sich diese Zahl mit 6,7 Mio. fast verdoppelt. 2007 verzeichnete Sudafrika 9,07 Mio. auslandische Besucher – ein Anstieg von 8,3% gegenuber dem Vorjahr und ein neuer Rekord im dritten Jahr in Folge.

Der Tourismus ist ebenfalls eine der am schnellsten wachsenden Branchen in Sudafrikas Wirtschaft. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt stieg von 4,6% im Jahre 1993 auf 8,3% anno 2006.

Am Tourismus hangen direkt und indirekt ca. 7% der Arbeitsplatze in Sudafrika. Als idealer Jobmotor und als Faktor, der die vielen naturlichen und kulturellen Ressourcen aufwertet wurde der Tourismus von der sudafrikanischen Regierung als Wachstumssektor erkannt.

Dadurch sind die Perspektiven fur diese Branche extrem aussichtsreich, insbesondere angesichts der bevorstehenden Fifa Fußball-WM. Das großte Sportereignis der Welt wird 2010 in Sudafrika stattfinden, verbunden mit erheblichen Verbesserungen der Transport- und Beherberbungsinfrastruktur.

Geschaftstourismus

Sudafrika wendet sich auch in zunehmendem Maße an Geschaftsreisende, deren Ausgaben in der Regel um ein Dreifaches hoher als bei Urlaubsreisenden sind, wobei die Übergange zwischen Arbeit und Urlaub teilweise fließend sind, da viele ihre Zeit fur Ausfluge nutzen oder Appetit auf mehr bekommen haben und in den darauf folgenden Jahren zuruckkommen.

Mit seiner erstklassigen Infrastruktur, dem warmen Klima und den atemberaubenden Landschaften – von der viele Hektar großen Golflandschaft ganz zu schweigen – ist Sudafrika der ideale Ort fur Kongresse und Konferenzen.

Die Land bietet uber 1.000 Kongress- und Messezentren von Weltniveau, von der vertraumten Lodge im Busch bis zu groß angelegten, hoch technisierten Kongresshotels und Messezentren. Allesamt mit einer Fulle an Moglichkeiten fur Freizeitaktivitaten, Ausflugsprogramme und Veranstaltungen: vom Wandern mit Elefanten uber afrikanische Kulturerlebnisse bis hin zum Luxus-Shopping und Relaxen.

Schatzungsweise 6-7% der auslandischen Sudafrika-Besucher waren 2007 Geschaftsreisende. Dies entspricht ca. 550.000 Personen im Vergleich zu 470.000 im Jahr 2006. Die direkten Gesamtausgaben von Geschaftstouristen im Land lagen 2006 bei 2,4 Milliarden Rand gegenuber 2,1 Milliarden Rand 2005.

Sudafrikas Konferenzbranche belegt nunmehr den 31. Platz auf der Liste der 40 fuhrenden Ziellander, veroffentlich von der International Congress and Convention Association im Mai 2007.

Und in der M&IT Trends & Spends-Umfrage 2007 der gleichnamigen Zeitschrift fur Kongress- und Incentive-Reisen, die sich an Event-Organisatoren in Großbritannien wendet, fuhrt Kapstadt die Hitliste der Fernreise-Stadteziele an, wahrend Sudafrika den zweiten Platz unter den Fernreiselandern belegt.

Kulturtourismus

Sudafrika ist die Heimat verschiedener Kulturen, von den Zulus, die den europaischen Eroberern widerstanden bis zu den San- Nomaden in der Karoo Wuste. Jede Kultur hat ihre eigene unverwechselbare Musik, Kunst und traditionellen Rituale hervorgebracht, wahrend die Nachfahren der Kolonialsiedler eigene Variationen ihrer europaischen Wurzeln entwickelten.

Sudafrikas Geschichte ist von Konfrontation gepragt gewesen, ist aber in jungster Zeit mehr noch von Konsens gepragt. Seit 1994 sind zahlreiche erstklassige Statten entstanden, die der Vergangenheit des Landes gedenken und seine neue Einheit hochleben lassen, wobei gleichzeitig die Anzahl und die Qualitat von Kulturstatten, und Besichtigungen der Gemeinden und Townships dramatisch gestiegen ist.

Vier der acht Unesco-Welterbestatten sind Kulturstatten, bei einer weiteren spielen sowohl Kultur als auch Natur eine Rolle. Die Welterbestatten im Einzelnen: Robben Island, die Wiege der Menschheit, die Kulturlandschaft Mapungubwe, die Kultur- und Naturlandschaft Richtersveld, und der uKhahlamba Drakensberg Park.

Ökotourismus

Sudafrikas unterschiedliche Wetterbedingungen variieren von tropisch im Sudosten bis hin zu Wustenklima in der Zentralregion. Die Landschaft durchlauft die gesamte Skala vom spektakularen Berg hin zu endlosen Grasebenen, von der Kustenlinie zu maandernden Flussen bis zu den Dunen der Wuste. Die Tierwelt des Landes ist weitaus abwechslungsreicher als die beliebten “großen Funf”, unterstutzt von der außerordentlichen biologischen Artenvielfalt.

Drei der acht Unesco Weltkulturerbestatten Sudafrikas sind Naturdenkmaler, und eines vereint Kultur und Natur in sich. Dabei handelt es sich um die Cape Flora Region, den iSimangaliso Wetland Park, den Vredefort Dome und den uKhahlamba Drakensberg Park.

Sudafrika ist Wegbereiter einer der kuhnsten grenzubergreifende Initiativen, die sich zurzeit im Suden Afrikas formiert, die Entwicklung von grenzuberschreitenden Parks.

Die Zahl der Nationalparks des Landes – wie auch der weltberuhmte Kruger Nationalpark – ist mittlerweile auf 21 gestiegen und die Regierung ist bestrebt, bis 2010 die Schutzgebiete des Landes von aktuell 5,4% auf 8% und seine Meeresschutzgebiete von jetzt 11% auf 20% zu erweitern.

Auch die so genannten Private Game Lodges, Resorts in atemberaubenden Naturlandschaften, haben in den letzten 10 Jahren machtig zugelegt, mit Standards von Mittelklasse bis Luxus, mit absoluten Luxushausern, die sich in erster Linie an auslandische Touristen wenden.

Palaotourismus

Sudafrika ruhmt sich zahlreicher Statten von großer archaologischer Bedeutung. Hiervon sind die bekanntesten Sterkfontein, Swartkrans und Kromdraai; Statten, die die Wiege der Menschheit sind, mit der großten Dichte an Fundorten hominider Fossilien.

Andere zahlen den uKhahlamba Drakensberg Park dazu, Heimat der großten Konzentration von Steinmalereien in Afrika und dem Mapungubwe Cultural Landscape, Zeugnis fur die Existenz eines fremden und hoch entwickelten afrikanischen Reiches lange vor der europaischen Kolonisation. Alle drei zahlen zum Unesco Weltkulturerbe.

Abenteuertourismus

Das an der Sudspitze eines großen Kontinents gelegene Sudafrika bietet eine Kustenlinie die sich uber 3.000 km erstreckt sowie atemberaubende Berge – oft Seite an Seite. Die abwechslungsreiche Landschaft des Landes zusammen mit seinem idealen Klima fur Aktivitaten im Freien machen es zu einem Jagdgrund fur Adrenalinjunkies.

Sudafrika bietet Klettern, Surfing, Tauchen, Wandern, Reitsafaris, Mountainbiking, Rafting der Weltklasse – wie auch jede andere erdenkliche Extremsportart, die alle durch engagierte Betreiber betreut werden.

Sporttourismus

Erstklassige Wettkampfstatten und gute Infrastruktur, internationale Top-Events und Sudafrikas Sportbegeisterung verschmelzen und machen so das Land zu einem Spielfeld fur Sportfans. Mehr als 10% der Touristen kommen nach Sudafrika, um Sportveranstaltungen live zu erleben oder aktiv daran teilzunehmen, wobei Zuschauer einen Anteil von 60% bis 80% ausmachen.

Jedes Jahr findet man auf Sudafrikas Veranstaltungskalender zahlreiche erstklassige Sportereignisse, und das Land hat bewiesen, dass es auch die allergroßten Veranstaltungen erfolgreich meistern kann.

Zu den bisherigen Sportveranstaltungen des Landes zahlen die Rugby-WM 1995, die Cricket-WM 2003, die Golf-WM der Frauen 2005-2008, die ersten Word Twenty20-Cricket Meisterschaften 2007 und das einzige Straßenrennen im Rahmen der A1GP-Motorsport-WM, das in den Jahren 2006, 2007 und 2008 in Durban abgehalten wurde.

Jetzt bereitet sich das Land auf das großte Ereignis von allen vor: die Fußballweltmeisterschaft 2010.

Letzte Aktualisierung: September 2008

SAinfo reporter. Quellen (Englische Websites):